Schwalben kehren zurück –
Wohnraum und Nahrung sichern
Mit dem Frühling kehren Rauch- und Mehlschwalben aus ihren Winterquartieren nach Bayern zurück. Doch ihre Zahl nimmt stetig ab – fehlende Nistplätze und Nahrungsmangel setzen ihnen zu. Besonders
die Mehlschwalben litten im Herbst 2024 unter Kälte und Dauerregen. Geschwächt durch den plötzlichen Nahrungsmangel schafften viele den Zug in den Süden nicht und starben an Erschöpfung. Die
Klimaveränderungen machen solche Wetterextreme häufiger, daher ist es umso wichtiger, den Schwalben jetzt zu helfen.
Wie können wir die Glücksboten unterstützen?
1. Nistplätze erhalten und neue schaffen
Schwalben sind ortstreu und kehren jedes Jahr zu ihren Nestern zurück. Doch moderne Gebäude mit glatten Fassaden bieten oft keine geeigneten Anflugmöglichkeiten. Alte Nester sollten nicht
entfernt, sondern gereinigt werden. Sind sie unbrauchbar, helfen künstliche Nisthilfen, die man im Handel kaufen oder selbst bauen kann. Wer sich über herunterfallenden Kot sorgt, kann 60 cm
unter dem Nest ein Kotbrett anbringen – so bleibt die Fassade sauber.
2. Baumaterial bereitstellen
Schwalben bauen ihre Nester aus Lehm, Ton oder schlammiger Erde. Durch zunehmende Bodenversiegelung fehlt dieses Material oft. Abhilfe schaffen feuchte Lehmpfützen oder mit Wasser angerührter
Lehm in einer Tonschale, die an einer katzensicheren Stelle platziert wird.
3. Insektenreichtum fördern
Als Flugjäger sind Rauch- und Mehlschwalben auf ein reiches Insektenangebot angewiesen. Doch versiegelte Flächen und sterilisierte Gärten ohne Pflanzenvielfalt lassen ihre Nahrungsgrundlage
schwinden. Wer Schwalben unterstützen möchte, kann insektenfreundliche Pflanzen säen und auf Pestizide verzichten – denn diese schaden nicht nur den Insekten, sondern auch den Vögeln
selbst.
Jeder kann mit kleinen Maßnahmen dazu beitragen, dass Schwalben auch in Zukunft über Bayerns Himmel kreisen und den Frühling mit ihrem Flugspiel bereichern.